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Warum Langeweile das Selbstwertgefühl der Kinder stärkt.

  • Autorenbild: KindSein - Nadja
    KindSein - Nadja
  • 21. März
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 30. Apr.


Wir leben in einer Zeit, in der Kinder oft von einem Angebot ins nächste begleitet werden. Kita, Schule, Sportverein, Musikschule, Verabredungen, Kurse, Ausflüge, Medien, Spielzeugberge, Beschäftigungsideen.


Und ganz schnell entsteht das Gefühl:Ein Kind braucht immer etwas zu tun, zu erleben und zu lernen.

Aber ist das wirklich so?

Ich glaube fest daran, dass all das viele beschäftigt, unsere innere Angst ist: Was ist, wenn dem Kind langweilig wird? Dabei ist Langeweile das größte Geschenk fürs Kind.


Kinder müssen nicht ständig bespaßt werden. Natürlich ist es wunderschön, mit Kindern gemeinsam Zeit zu verbringen.

Denn wir und auch unsere Kinder brauchen Beziehung, Verbindung, echtes Interesse und liebevolle Begleitung.

Aber sie brauchen nicht dauerhaft Programm.

Sie müssen nicht

  • jeden freien Moment gefüllt bekommen.

  • immer angeleitet werden.

  • ständig etwas „Sinnvolles“ tun.


Denn wenn wir Kinder dauerhaft bespaßen, nehmen wir ihnen manchmal etwas sehr Wertvolles: die Erfahrung, aus sich selbst heraus etwas entstehen zu lassen.


Ein Kind, das Langeweile erleben darf, kommt irgendwann an diesen Punkt:

  • „Was will ich eigentlich?“„

  • Was interessiert mich gerade?“

  • „Was entsteht in mir?“

  • „Was brauche ich?“

  • „Wer bin ich, wenn niemand mir sagt, was ich tun soll?“


Und genau dort beginnt Selbstwert.


Nicht im nächsten Kurs, oder im perfekt eingerichteten Kinderzimmer und auch nicht in der nächsten pädagogisch wertvollen Beschäftigungsidee.

Sondern in diesem inneren Moment:

Ich darf mit mir sein. Und aus mir heraus entsteht etwas.


Langeweile ist unbequem. .

Viele Kinder sagen schnell: „Mir ist langweilig.“

Und wir Erwachsenen hören darin oft einen Auftrag.

  • Wir fühlen uns verantwortlich.

  • Wir wollen helfen.

  • Wir wollen die Langeweile wegmachen.

Aber Langeweile muss nicht immer sofort gelöst werden.

Manchmal darf sie einfach da sein.

Denn Langeweile ist ein Übergang. Ein kleiner innerer Zwischenraum. Ein Moment, in dem das Kind nicht sofort weiß, wohin mit sich und etwas entstehen darf.

Und wenn wir genau das aushalten, entsteht etwas Magisches.


Denn ein Kind, das aus der Langeweile heraus ins Spiel findet, erlebt sich selbst als wirksam. Und hier liegt auch die Antwort: Warum Langeweile das Selbstwertgefühl der Kinder stärkt. Denn Langeweile ist nicht das Problem unserer Kinder, sondern eine Einladung an uns, unseren Kindern mehr zuzutrauen und uns nicht immer für alles verantwortlich zu fühlen. Denn ein Kind, das immer bespaßt wird, verliert sich selbst.

Und ein verlorenes Kind, ist unsere größte Herausforderung.




 
 
 

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